Crossing Iceland – Grand finale – Part 12

Aus meinem Reisetagebuch/ out of my traveldiary

23. Juli/ 23rd of July

Sonnenschein/ sunshine

Die Nacht war sehr windig und richtig kalt. Obwohl ich mir vorsorglich eine Schicht extra angezogen hatte wurde mir die ganze Nacht nicht richtig warm. Die Zeltheringe hielten, aber da Zelt wurde die ganze Nacht durchgeschüttelt. Geschlafen habe ich wegen der Kälte nicht viel, als ich um halb vier aufs WC ging war die Lage immer noch unverändert. Da ich so sowieso nicht einschlafen konnte, knipste ich noch den Film in der Kamera aus und putzte die Linsen. Irgendwann schlief ich dann doch ein. Martin weckte mich kurz vor sieben, gerade als ich so richtig tief und fest eingeschlafen war. Nach einer grossen Portion Müsli mit Erdnussbutter war ich dann so halbwegs munter. Der Wind bliebt erstmal unverändert aber es schien die Sonne . Ein tolles Bergpanorama folgte dem nächsten. Im laufe des Vormittags lies auch der Wind nach, ab da wurde Schicht für Schicht abgelegt. Das erstemal in diesen Urlaub wanderten wir nur mit kurzem Shirt.

It was really windy and damned cold. Although, I wore an extra layer of clothes, I didn´t feel warm last night. The tent staks held, but the tent got shaken by the wind the whole night. So I didn´t sleep much, when I went to the restroom at about 4:00am situation hasn´t changed. Cause I wasn´t able to fall asleep again, I finished the film that was in the camera and cleaned my lenses. After a while I fell asleep and Martin woke me up about 7:00am, when I was dead asleep. A big pot of muesli with peanut butter later, I was nearly awake. During the forenoon the wind calmed down, and we put down layer after layer. The first time at this trip we were hiking with a T-shirt only.

Die Flussfurt, vor der auf den umliegenden Campingplätzen mit Hinweisschildern und Anleitungen gewarnt wurde, war gar halb so wild, man mußte nur wegen der relativ starken Strömung aufpassen. Die Rangerin mit der wir in der Früh kurz plauderten meinte, da es in der Nacht so kalt war ist der Wasserpegel jetzt in der Früh niedriger als normal.

The river crossing, that was mentioned with warning and guidance sign at the campsites around, was pretty easy. We just had to take care of the strong current. The ranger we were talking at our campsite told us that cause of the cold night temperature the water level in the morning will be lower than normal.

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Sometimes it can be a bit crowded at Laugarvegur.

Mittagessen unter blauem Himmel und Sonnenschein, das hatten wir auch noch nicht oft. Ich glaube das war heute der erste richtige Sonnenwandertag in unseren 22 Tagen die wir unterwegs waren. So macht Wandern richtig Spaß. Ein wenig schade finde ich, das der Laugavegur doch sehr überlaufen ist.

We had lunch under blue sky and sunshine, that was rare on our trip. I think that today was the first hiking day with sunshine the whole day in 22 days. On this conditions, hiking is really joyful. What a pity that the Laugavegur trail is so crowded.

Der Campingplatz in Pórsmörk ist richtig nett. Vor uns sehen wir unsere morgige erste Etappe, rauf zum Pass. Danach gehts zwischen den Vulkanen durch und wieder runter nach Skogar.

The campsite at Pórsmörk is really nice. We have a direct view to our tomorrows first challenge up to the saddle. Afterwards we will pass the two volcanos, from where we will descend to Skogar.

Hiking time incl breaks: 9:30-18:00

Distance: 29,5km

Meters of attitude up: 620 Hm

24 Juli/ 24th of July

Letzte mal aufwärts/ last ascent

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Good morning Eyjafjallajökull!

Pórsmörk zeigte sich frühmorgens von der schönsten Seite. Blauer Himmel und Sonnenschein, das war wahrscheinlich auch der Grund für den Aufbruchstumult unter den anderen Campern, das ging schon um 4:00 los. Als wir kurznach 7:00 aus den Zeltern krochen war der Platz schon wieder fast leer. Wir genossen die Ruhe und frühstückten gemeinsam im Freien.

Pórsmörk showed us its most beautiful side this morning. I think the blue sky and the sunshine was the reason for the great rush that started at the campsite at 4:00am. At about 7:00am when we crawled out of our tents the ground was nearly empty. We enjoyed the silent scenery and our outdoor breakfast.

Über zwei versetzbare Behelfsbrücken querten wir den Fluß. Danach gings stetig aufwärts. Die Bergpanoramen waren traumhaft. Der Weg war steil und ausgesetzt. Man merkte das da wieder etliche Leute über ihrem Limit unterwegs waren. Weiter gings dann über Asche, Geröll und Schneefelder meist abwechselnd. Mittag machten wir bei einer Selbstversorgerhütte.

We crossed the river via two portable bridges, afterwards it started to ascend. The scenery was awesome. The track was steep and exposed. We met a few people on our way up who were completely overchallenged. Crossing a couple of ash, stone and snowfields, we got to a self supply hut where we had dinner.

Der Abstieg war wesentlich anspruchsloser als der Aufstieg. Wir gingen quasi direkt in die tief hängenden Wolken, auf der anderen Seite der Berge, hinein. Manchmal sah man nicht mal die Skogar, die in vielen Wasserfällen entlang des Weges ihren Weg nach unten sucht. Der Skogarfoss war der krönende Abschluß unser heutigen Tour die gut 26km lang war und über 1000 Höhenmeter hinauf ging. Die Nacht bleiben wir am Skogarfoss-Campingplatz, recht viel los hier den der Wasserfall direkt an der Ringstrasse lockt die Leute Busweise hier her. Morgen vormittag werden wir uns einen Weg zum Meer suchen damit wäre unser Coast to Coast Mission dann erledigt. Und es waren noch ein paar Tage zum Ausspannen, Erholen und ein wenig Sightseeing übrig. Obwohl mir der Gedanke, Morgen nicht meinen Rucksack zu schultern und 30km zu marschieren, fast ein wenig seltsam vorkam.

The way down was really easy compared to the ascent. On our way down, we went directly into the clouds on the other side of the mountains. Sometimes we didn´t even see the Skogar, the river beside our trail, that goes down to the sea in many cascades. We ended our todays tour, that was 26 km long and went more than 1000m of attitude up, at the spectacular Skogarfoss. We decided to stay the night on the Skogarfoss camping ground. It was pretty crowded there, the huge waterfall directly at the highway 1 attracts busloads of people. We planned to find a way to the beach tomorrow forenoon, to finish our Coast to Coast Mission. And we still had a few days left to chill, recover and to see some sight. Even though it was a bit strange to know that we are not going to shoulder our backpacks tomorrow and go for a 30km hike.

Hiking time incl breaks: 10:30-18:45

Distance: 26,2km

Meters of attitude up: 1100 Hm

 

25. Juli/ 25 of July

An der Ziellinie/ at the finish line

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A quick look back.

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We crossed a couple of fields.

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And a endless wide beach (We walked 6km from the campsite).

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Till we reached our finish line.

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Felt a bit unreal…

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…but we made it.

Keine Medaille, keine jubelnde Menschenmenge, nur wir drei alleine auf dem kilometerlangen Strand. Mit dem schönen Gefühl um ein großes Abenteuer reicher zu sein. Danke an Martin und Thomas, ihr seit die Besten!

No Medal, no cheering crowd, just us, alone at a beach that is kilometers wide. But with the lovely feeling to have one more great adventure to tell. Special thanks to Martin and Thomas, you are the best!

***

Zurückgelegte Gehdistanz cirka 540 km, und 11600 Höhenmeter.

Our total walking distance is about 540 km, we made about 11600 meters of attitude up.

Auch wenn meine Küste-Küste tour jetzt zu Ende ist, wird es noch ein, zwei Islandbeiträge geben denn ein paar Tage hatten wir ja noch über 😉 .

My coast to coast tour ends here, but I still have one or two more posts from Iceland, cause we had a few days more ;-).

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Camera: Fujica ST 705

Lenses: Fujinon EBC 1.9/35mm and 2.8/100mm

Film: Kodak Portra 400

Danke an alle treuen Leser!

Thanks to my dear readers!

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9 thoughts on “Crossing Iceland – Grand finale – Part 12

    • Hi Andrea
      Das Wetter in Island ist immer ein wenig schwer vorhersagbar… wir haben mal etwas länger mit einer Rangerin geplaudert, die auf unsere Frage wie den Morgen das Wetter wird geantwortet hat… you will see it tomorrow 😉
      LG Peter

  1. herzlichen glückwunsch für dieses “überstandene” abenteuer. ich hab es eh schon mehrmals gesagt, ich bin wirklich schwer beeindruckt davon, dass ihr das bewältigt habt und stelle es mir als eine außergewöhnliche grenzerfahrung vor. die bilder sind wirklich toll, beeindruckend und speichern die erinnerung noch einmal intensiver. hut ab, richtig cool!

  2. Hach, es war so schön mit euch unterwegs zu sein, wenn auch nur virtuell 🙂 Die Bilder, die Du mitgebracht hast, sind wirklich ganz, ganz toll und auch wenn ich selbst noch nie in Island war, wirken sie auf mich viel authentischer und echter als das, was man sonst so von dort sieht. Danke dafür! Ich freue mich schon auf die noch kommenden Eindrücke von den letzten rucksacklosen Tagen.

  3. Grandios Peter! Ich mußte etwas schmunzeln, als ich die sonnigen Eindrücke betrachten durfte 😉 Was? Ist das tatsächlich Island 😉
    Aber es passt auch zu der beschriebenen Erleichterung, wenn man sein Ziel erreicht hat. Die Strandbilder bekommen dadurch noch eine ganz besondere Bedeutung.
    LG kiki

    • Hi
      Danke Kiki!
      Yop Island kann auch anders wenn es den will 😉 . Und ganz zum Schluß am Strand gabs noch für jeden einen letzten kleinen Schluck Vodka. Aus der kleinen Flasche die wir oder besser gesagt Thomas durch ganz Island getragen haben.
      LG Peter

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