Crossing Iceland – Into the Highland – Part 5

Aus meinem Reisetagebuch/ Out of my travel diary

11. Juli

Neustart/ A new start

Der Witchcraftmuseums Chef, unsere Mitfahrgelegenheit, wollte früh los. Wir waren überpünktlich in Bifrost, einer Art Sommercollege im Nirgendwo. Auf den Bus warten im Sonnenschein, gibt schlimmeres 😉 . Der Bus hatte eine halbe Stunde Aufenthalt bei der N1 Tankstelle in Stadur wo es recht viel Outdoorzeug gab, so etwas hatten wir in Holmaviks Supermarkt vergebens gesucht hatten. Eine Station weiter waren wir an unserem Ziel, dem Midfjördur. Ein Stück Fußmarsch führte uns über die Ringstraße nach Laugarbakki, wo es einen Campingplatz gibt. Dort beschlossen wir heute unser Lager aufzuschlagen, um Thomas Füße noch den Rest des Tages frei zu geben. Die Sonne scheinte den ganzen Tag und seit einer gefühlten Ewigkeit hatte unsere Ausrüstung wieder fast den Status trocken erreicht. Nur für morgen verhieß der Wetterbericht wiedermal nichts Gutes.

The owner of the Witchcraftmuseum, our ride, wanted to leave early in the morning. So we were pretty early in Bifrost, the place looked like a summer college in the middle of nowhere. Well, it could be worse than waiting for a bus while the sun was shining bright 😉 . The bus stopped for about a half an hour at the N1 station at Stadur. The Station shop sells pretty much useful outdoor stuff things that we missed in Holmaviks supermarket. A short bus ride later we hit our target, Midfjördur. After a hike along the street nr. 1 we arrived at the camping ground in Laugarbakki. We decided to stay here for the rest of the day to give Thomas feet another day off to recover. The sun was shining all day long and, it felt like a long time ago, our entire equipment was nearly dry again. Only tomorrows weather forecast didn´t look very nice. 

 

Hiking distance: 4,1km

12. Juli

Links, rechts, links, rechts…/ left,right, left, right…

Es regnete, also frühstückten wir alle gemeinsam in Martins Zelt. Vom Gletscher am Horizont den wir gestern gesehen hatten fehlte jede Spur. Auf der Schotterpiste ging kilometermäßig einiges weiter und Autos fuhren auch so gut wie keine. Es regnete abwechselnd mal mehr mal weniger und der Gegenwind blies uns ins Gesicht. Wir merkten alle das Gewicht des wiederbefüllten Proviants in unseren Rucksacken. Meiner brachte sicher auch gut 3-4 Kilo mehr auf die Waage als noch vor ein paar Tagen. Das merkten auch unsere Füße, die Kilometer für Kilometer immer ein wenig mehr weh taten. Zum Schluß hin waren wir alle schon in so einer Art Automatikmodus unterwegs. Am Ende des Tages zeigten die Uhren von Thomas und Martin 35 Kilometer plus. Tolle Leistung! Unsere Füße allen voran Thomas hatten nicht so rechte Freude damit. Die relativ ebene Oberfläche der Schotterstraße hatte unsere Fußsohlen viel einseitiger belastet als die Bergauf-bergabtouren letzte Woche.

It was raining, so we all had breakfast in Martins tent. There was no glacier on the horizon like yesterday. It was easy to make some miles on the plain gravel track and we barely met any cars. It more or less rained all day long and the headwind constantly blew it our faces. We all felt the weight of our refilled supplies. I think my backpack weight about 3 to 4 kilos more than a couple of days ago. We also felt it, cause our feet started to hurt every kilometer a bit more. At the end, we walked like in an automatic mode. At our campsite Thomas and Martins watches told us that we did a bit more than 35 Kilometers today. Great accomplishment! Our feet, especially Thomas, were not very happy about it. The nearly plain dirt road chafed our soles much more one-sided than all the ascent decent tours last week.

Als ich in meinem Zelt Abendessen kochte, ploppte es plötzlich laut. Ein Innensteg meiner aufblasbaren Unterlagsmatte, auf der ich gerade saß, hatte sich verabschiedet und gleich darauf ging es nochmal plopp, plopp, plopp so das ich am Fußende auf einmal einen großen ballonartigen Knubbel hatte. Ich ärgerte mich das meine 160 Euro Matte nach nicht mal einer Woche unter Auflösungserscheinungen litt, ich drehte das ganze dann andersrum um das Ballon-Fußteil dann wenigstens als Kopfpolster zu nützen. Leider ploppte es beim drauflegen gleich noch zweimal und somit war das schadhafte Fußteil sogar als Kopfpolster zu hoch. Also schlief ich nur noch mit dem Körper auf der Matte, für meine Füße mußte Jacke und Regenhose als Unterlage reichen. Ich war so froh das ich mich beim Kauf für einen wärmeren Schlafsack entschieden hatte.

While cooking dinner in my tent, I suddenly heard a loud plop. A divider of my inflatable mattress, I was sitting on, was gone. A moment later plop, plop, plop the foot end of my mattress was shaped like a balloon. I was really angry that my 160 Euro mattress started to fall apart after a week of use. I turned the mattress around to use the ballon-footend at least as a pillow. When I tried to lay on it I heard two more plopps and my footend got too high to use it for laying your head on it. So I slept only my body on the mattress and my legs on a layer of my hard-shell clothes. I was really happy that I went for the warmer model when I bought my sleeping bag.

 

Hiking time incl breaks: 10:15-19:00

Distance: 35,1km

Meters of attitude up: 500 Hm

Camera: Fujica ST 705

Lenses: Fujinon EBC 1.9/35mm and 2.8/100mm

Film: Kodak Portra 400

Fortsetzung folgt/ to be continued

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8 thoughts on “Crossing Iceland – Into the Highland – Part 5

  1. euch sind aber auch keine widrigkeiten erspart geblieben. die bilder finde ich mal wieder toll. ich mag besonders das von euch dreien, ihr hippieabenteurer 🙂 (ich hoffe du fasst das jetzt nicht in irgendeiner art und weise beleidigend auf. ich meine das so als einen traum, den im 20. jahrhundert vermutlich viele geträumt haben).

    • Ich fasse es als Kompliment auf, hab ja Hippies gerne ;). Ich mag das Foto auch sehr gerne, auch wenn dafür nur die Kamera auf die Bank bei der Bushaltestelle gelegt habe und den Selbstauslöser aufgezogen hab…

  2. Ich will ja nicht jedes Mal schreiben, wie toll ich die Bilder von eurer Islandtour finde, aber ich freu mich immer noch über jeden neuen Beitrag und finde, Du solltest auf jeden Fall ein Fotobuch daraus machen. Das wäre bestimmt ne tolle Erinnerung an die Reise. Auch schön zu sehen, dass ihr zumindest an einem Tag sonniges ‘kurze Hosen’ Wetter hattet 🙂

    • Ein Fotobuch… hmm gute Idee. Muß ich mir noch überlegen 🙂 . Ja ein paar Sonnenstrahlen haben wir dann doch gelegentlich abbekommen, aber meine kurzen Hosen hätte ich mir sparen können. Ich glaube ich hatte sie genau zwei mal an, zumindest wiegt so eine kurze hose nicht viel 😉 .

  3. Den sonnigen Tag gönne ich euch von ganzem Herzen, aber es kam dann ja doch wieder das graue Schmuddelwetter. Aber zumindest war es doch gut für’s Gemüt, es geht also auch anders. Jetzt aber mal eine technische Frage… auf ein paar Bildern ist rechts eine Verschattung, kann es sein, daß mit dem Verschluss der Kamera etwas nicht stimmt? Bei meiner A1 fing das auch so an, inzwischen ist sie nun ganz hinüber…
    LG kiki

    • Yop, der Sonnentag tat wirklich gut. Wenn du die zwei Bilder meinst im oberen Block. Das Gruppenfoto hab ich mit dem 100mm auf einer Holztischkombi liegened mit dem Selbstauslöser geschossen da hat sich ein Schatten vom Tisch mit ins Bild geschummelt. Und das Panorama ist linksseitig direkt gegen die Sonne geschossen. Bei den anderen Bildern wäre mir eigentlich nichts aufgefallen. Aber danke werd beim durchforsten drauf achten ob mir was auffällt. Wundern würds mich eigentlich nicht, was die Kamera auf diesen Trip witterungstechnisch mitmachen mußte… da hätte sie sich eigentlich ein Service verdient 😉 .
      LG Peter

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