Crossing Iceland – At World´s End – Part 4

Aus meinem Reisetagebuch/ Out of my travel diary

 

9. Juli/ 9th of July

Planänderung/ change of plan

Als ich nachts zum Pinkeln aufstand, traute ich meinen Augen nicht, der Nebel hatte sich bis hinter die kleine vorgelagerte Insel zurückgezogen und das Meer war spiegelglatt, kein Regen, kein Wind. Am Morgen war es als hätte ich das alles nur geträumt, wäre da nicht die Sonne am Himmel gewesen. Was ein paar Sonnenstrahlen in puncto Laune gleich ausmachen. Gemeinsames Müsli unter der Morgensonne, wie schön. Kaum war der letzte Löffel Müsli verputzt zog es auch schon wieder zu. Schade unserer Ausrüstung hätten ein paar Sonnenstrahlen gut getan mittlerweile wusste ich ja nicht mal mehr ob es überhaupt Sinn macht, einen Regenschutz über den Rucksack zu ziehen, alles was nicht in den Dry-Packs war, war ohnehin pitschnaß. Thomas Füße sahen übrigens gar nicht gut aus heute morgen.

During the night I went out to pee. I didn´t believe my eyes, the wall of mist went far behind the little island, the sea was waveless like a mirror and there was no rain and not the slightest breath of wind. In the morning when i wake up it felt like I was dreaming last night, but there was sunshine falling through my tent. A cheerful breakfast under the morning sun, very nice. Till the last spoon cereals was eaten, the sun was gone again. What a pity, our equipment didn´t even start to get dry, and I´m not sure if it makes sense to put the rain cover on my backpack, cause everything that is not in a dry pack is soaked wet anyway. Thomas feet didn´t look well this morning.

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Shoes and socks in the sun.

Nach einem Kilometer standen wir vor einem Fluß der gar nicht nach einer Furt aussah, zu tief. Thomas machte sogar die Probe aufs Exempel und testete die Tiefe ohne Rucksack und Kleidung… viel zu tief. Ein Robbe beobachtete neugierig unser Treiben. Als sich Thomas wieder anzog, sah er flußaufwärts über dem Wasserfall die Brücke. Unsere Freude war groß. Beim Wasserfall standen auch zwei Geländewagen und wir folgten deren Spuren bis zum Wegbeginn bei Haireki. Bei Öfeigsfjördur zweigten wir vom Weg ab um die Landzunge abzuschneiden. Leider etwas zu früh und so gingen wir einen recht großen Umweg durch das bergige Gelände. Da hätten wir auch auf der Straße bleiben können. Nach ein paar Orientierungsversuchen mit Kompass, Karte und Handy GPS blickten wir dann endlich auf den Ingolfsfjördur. Der Abstieg extrem steil. Man mußte höllisch aufpassen nicht am nassen Gras und Moos auszurutschen. Unten gabs dann eine Pause und für mich ein paar Boote zum Ablichten.

After a kilometer we were standing next to a river that looked to deep to ford. Thomas gave it a try, without backpack and clothes… way too deep. A seal watched us nosy. When Thomas put his clothes on, he spotted a bridge upstream over the waterfall. We were very glad about it. Two jeeps parked right next to the waterfall and we followed their traces right to Haireki, where the road begins. Passing Öfeigsfjördur we left the way to short cut the headland. Unfortunately a bit too early. So we took a detour across the mountainous back country. After some try outs with compass, map and mobile phone GPS we looked down to Ingolfsfjördur. The way down was very steep. We needed to take care not to slip out on the wet grass and moss. Down at the shore, we took a break and I got some boats to shoot.

 

 

Weiters beschlossen wir, nicht weiter nach Holmavik Richtung Süden weiter zu laufen, sondern Nordurfjördur anzusteuern um Thomas Füssen eine Verschnaufpause zu gönnen. Schon auf dem Marsch dorthin gingen wir unsere Möglichkeiten durch und kamen zu dem Schluß das wir auf jeden Fall nach Holmavik fahren würden. Damit wären wir einerseits näher am Hochland anderseits würden Thomas Füße einen Tag zum Erholen bekommen.

We also decided, not to heading on southwards to Holmavik as planed. Thomas feet needed a break and Nordurfjördur was not that far away. On our way to Nordurfjördur we thought about our possibilities and concluded to go to Holmavik by car. That will mean we are closer to the highland and Thomas feet can take a day off.

 

 

Schnell wurde uns klar das es nach Nordurfjördur weder eine Bus noch eine Fährverbindung gibt. Um so mehr freuten wir uns, als wir nach einem Gespräch mit unserem Vermieter und dem Kellner im einzigem Restaurant weit und breit, eine Mitfahrgelegenheit angeboten bekommen. Morgen vormittags direkt nach Holmavik. Das nenne ich mal Hilfsbereitschaft. Das Essen und das Bier im Restaurant waren außerdem ein Hochgenuß.

We find out pretty soon that there is no bus or ferry from Nordurfjördur. So we were very happy, after we had a chat with the guy that rented us a chamber and the waiter of the only restaurant up there, to get an offer for a ride to Holmavik. That was really kind and helpful. Beside, the restaurant was great.

Danach gingen wir noch zum Thermalbad auf die andere Seite des Berges, das 24/7 offen hat. Wie angenehm! Wir hatten das ganze Becken für uns alleine und als wir gingen, so gegen 0:30, kam noch eine Partie Isländer mit Bier und anderen Getränken. Finde ich cool, bei uns würde keinem einfallen sich sonntags um halb eins mit seinen Freunden in der Therme zu treffen.

Afterwards we took a walk to the hot pool on the other side of the mountain that is open 24/7. What a pleasure! We were the only visitors. When we left it, about 0:30am, a group of Icelander with beer and other drinks arrived. Looked like fun. I cannot imagine that people in Austria would meet each other on Sunday night in a hot pool, but I like the idea.

 

 

Hiking time incl breaks: 9:15-19:30

Distance: 23,5km + 8km (to the hotpool and back)

 

10 Juli/ 10th of July

Holmavik

Beim gemütlichen Frühstück plaudern wir noch ein wenig mit dem Chef unserer Herberge. Er kennt sich im Hochland aus und meint der Berg Krakur sei wirklich toll und fast nie begangen. Anhand seiner Tipps ändern wir unsere Route noch etwas ab, neuer Nord-Südquerungs Startpunkt an der Nordküste wird Laugarbakki (nahe Hvammstangi am Midfjördur).

Till breakfast we had a nice chat with the inn keeper. He recommended us to take a route via Krakur mountain, a very nice and very remote, pathless route across the stony desert. Following his tips we also changed our new starting point to still do a north-coast to south-coast crossing . We decided to restart at Laugarbakki (near Hvammstangi at Midfjördur).

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Waiting for our ride to Holmavik

Björn holte uns wie ausgemacht ab. Die Fahrt führte uns durch unzählige schöne Fjorde und Björn hatte die eine oder andere interessante Geschichte parat. Er war übrigens der Mann der Chefin des Restaurants. Er erzählte uns von den 2 Kirchen für 50 Einwohner, den 11 Jahren die das Treibholz von Sibirien braucht bis es in Island strandet, von Hexenverbrennungen und lustigen Fjordnamen wie “Jagdverbot”.

Björn picked us up as he told us yesterday. We passed a lot of beautiful fjords and Björn told us a couple of interesting stories about this area. By the way he was the husband of the chiefess of the restaurant. He told us about the 2 churches for 50 residents, the eleven years that the driftwood needs to make the long way from Siberia, from the burning of witches and funny fjord names like “no hunting allowed”.

In Holmaviks Supermarkt gings ans Proviant aufstocken. Bei der Touri-info stellen wir fest das morgen kein Bus aus Holmavik fährt. Doch wieder Glück gehabt, der Touristinfo Chef, Witchcraftmuseums und Witchcraftcafe Betreiber fährt morgen genau in unsere Richtung und bietet an, uns bei einer Busstation abzusetzen an der die Ringstraßenbusse verkehren. Super!

We bought some supplies in Holmaviks supermarket. It looked like there was no bus leaving Holmavik tomorrow. Again, we were very lucky, the tourist information boss, witchcraft museum and witchcraft cafe owner told us that he is leaving Holmavik tomorrow in our direction. He would give us a ride to a bus station where the ring street buses are stopping.

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Holmavik, harbour.

Der Abend wurde dann noch mit einem Lammsteak im Witchcraftcafe und Bier im Hostel gekrönt. Ein gelungener Tag. Die Laune war sehr gut, auch wenn Thomas Füsse nicht ganz so fit wirkten.

We celebrate the nice day with a lamb steak in the witchcraft cafe and a beer in our hostel. The mood was great, only Thomas feet didn´t look that good.

 

Camera: Fujica ST 705

Lenses: Fujinon EBC 1.9/35mm and 2.8/100mm

Film: Kodak Portra 400

Fortsetzung folgt/ to be continued

 

 

 

 

 

3 thoughts on “Crossing Iceland – At World´s End – Part 4

  1. dass sich füße innerhalb von nur einem tag erholen können ist super – meine brauchen da auch immer länger. ach diese wildnis, in der ihr da unterwegs seid ist einfach traumhaft. auch die einsamen boote gefallen mir so gut, der nebel sieht auf den bildern unglaublich mystisch aus und passt wahnsinnig gut zu diesem zauberhaften land.
    die thermenerfahrung hört sich nach ein bisschen erholung an – und diese hilfsbereitschaft der isländer hört man immer wieder. das stelle ich mir wirklich schön vor.

    • Ganz so mit dem in einem Tag erholen wars dann eh nicht 😉 … aber ich will ja nicht vorwegnehmen. Der hotpool war wirklich ein Traum… nach der schinderei wußte mein Körper glau ich gar nicht wie ihm geschieht 😉 . In punkto Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft kann man den Isländern wirklich nichts nachsagen… ja man muß sie einfach liebhaben, dieses manchmal doch etwas schräge Inselvolk.

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