Alta Via Dolomites Nr.2, from highs and lows

Dolomiten Höhenweg Nr.2, von Höhen und Tiefen

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4. Aug Donnerstag /thursday

Der Höchste Gipfel der Dolomiten/The highest peak of the dolomites

Frühstück um 6:00, Abmarsch 6:45. Der heutige Plan: Querung des kleinen Gletschers auf der Route 606, Gipfel Auf- und Abstieg über den Klettersteig (Via Ferrata Mamolada) am Westgrat dann weiter auf der Route 606 zum Refugio Contrin, dem Tagesziel. Wir waren recht zeitig beim Gletscher, es sah so aus als ob heute morgen erst wenige Leute gequert hatten. Der Großteil der Strecke verlief über hart gefrorenen Schnee, aber es waren auch ein paar Blankeis Abschnitte dabei. Unsere Wanderstöcke waren nun Gold wert da wir keine Steigeisen oder Grödel mitgebracht hatten. Am Blankeis war es dann schon ein wenig haarig, aber die an den meisten Stellen eingefrorenen Steine boten ganz guten Halt. Nur an manchen Stellen mussten wir uns ein paar Tritte aus dem Eis hacken, was mit den Stöcken nicht gerade einfach war. Ein Spaziergang war die Querung nicht, ich hatte aber keine Probleme damit. Markus hatte sehr zu kämpfen am Blankeis, und er meinte ich soll im Reisebericht vermerken das er die Hosen voll hatte. Naja, ich denke den Sicherheitspreis bekommen wir für die Aktion nicht verliehen. Im Nachhinein würde ich sagen nehmt lieber Grödel oder Steigeisen mit oder wartet zu mindestens bis am Nachmittag, wenn das Eis ein wenig aufgefirnt ist solltet ihr nur Stöcke mithaben. Schlechte Neuigkeiten gabs auch: Bei der Querung verspürte Thomas nach einer schnellen Bewegung wieder Schmerzen im Rücken und entschied sich deswegen nicht zum Gipfel mitzukommen sondern direkt zum Rifugio Contrin abzusteigen. Martin, Markus und ich erreichten den Gipfel, Punta Penia 3343m, um ca 10:45. Vorbeiziehende Wolken die an der 800m tiefen Südwand hängenblieben machten leider unsere Fernsicht zunichte. Ein netter Italiener machte ein schönes Gipfelkreuzfoto von uns, er hatte sichtbar Freude als ich ihm meine alte analoge Fujica in die Hände drückte. Über den Klettersteig absteigen ging dann leichter als erwartet, da wir nicht viel Gegenverkehr hatten. Vielleicht ließen sich einige vom schlechten Wetterbericht für morgen abschrecken. Meine Knie hatten über den langen steilen Abstieg nach Contrin keine Freude und schmerzten wieder mal. Das Rifugio Contrin ist mehr Hotel als Berghütte und wir nahmen uns ein Zimmer mit zwei Stockbetten und Halbpension. Das Essen war großartig und ausgiebig. Leider war verhießen die aktuellsten Wetterdaten nichts Gutes für morgen: Ein Gewitter am frühen Nachmittag.

Tagendaten: 831 Hm rauf und 1181 Hm runter, Distanz: 15,27 km, Tourdauer ca.7h

Breakfast at 6:00, start at 6:45. Our plan today: crossing the small glacier on route 606, get on the summit and back via Via Ferrata Marmolada that follows the western ridge and take the route 606 to Rifugio Contrin where we planed to stay overnight. We arrived at the glacier pretty early, I guess just few people crossed it earlier this morning. Most of the crossing, it looked like hard frozen snow, but there were also some fields of blue ice to cross. Our trekking sticks are now worth their weight in gold, cause we didn´t bring any crampons or “Grödel”(=kind of light crampons). It got a bit catchier when we reached the blue ice, but for the most parts there were some stones frozen into it to get some traction. Just on some parts we carved some small steps into the ice, what wasn´t easy with the trekking sticks. I think it was a bit tricky, but it worked well for me. Markus was not that amused about the blue ice, he told me that I have to write here that he was scared shitless. Well, I think we will not get the safety award for this action. If you ask me now bring some “Grödel” or crampons or wait at least till afternoon when the ice is a bit softer if you want to try it with sticks only. The bad news: Crossing the glacier Thomas got a shooting pain in his back when he made a quick movement. He decided to not climb up to the summit with us, so he went directly down to the Rifugio Contrin. Martin, Markus and I reached the summit, Punta Penia 3343m, about 10:45. On top the view was not good cause most of the drifting clouds stuck on the 800m deep southern wall. A nice Italian guy shot a good summit cross picture with us, looked like he was happy to handle my old analog Fujica. The way down the via ferrata was easier than we thought looked like not many people went upwards today, maybe cause of the bad weather forecast for tomorrow. On the way down to Contrin my knees were not happy about the long steep path and started hurting again. Rifugio Contrin is a more like a Hotel than a mountain shelter, we got a nice room with two comfortable bunk beds in it and the half board dinner was great and pretty much. The weather update for tomorrow was not very good: A thunderstorm in the early afternoon.

Daydates: 831 meters of attitute up and 1181 meters down, distance: 15,27 km, duration about 7h

 

5. Aug Freitag/friday

Alles naß/All wet

Der Morgen begann mit einem Wettlauf gegen das Schlechtwetter. Das Wetter verschlechterte sich schneller als vorhergesagt und am Passo de Cirelle (2683m unser höchster Punkt an diesem Tag) fing es direkt nach dem ich eines der wenigen Fotos dieses Tages geschoßen hatte wie aus Kübeln zu schütten an. “Also Tempo, nichts wie runter!” Als später unter Blitz und Donner auch ein paar kleine Hagelkörner dabei sind war uns das auch schon egal, denn wir waren zwar alle bis zur Unterhose naß aber froh nicht mehr oben am Pass zu sein. Am Weg nach Passo Pellegrino beschlossen wir die zweite für heute geplante Etappe gleich ohne Pause anzuhängen, weil der Regen etwas nachließ. Außerdem wollten wir es alle nur noch hinter uns bringen, Ankunft in Passo Valles (Rifugio Capanna Passo Valles) schon um 13:30. In unserem Regenfrust und pitschnaß sind wir ganz schön schnell unterwegs gewesen. Eine heiße Dusche später sah die Welt auch gleich wieder viel besser aus. Als wir im Hotel beim späten Mittagessen saßen und es draußen wieder sintflutartig zu regnen begann war es schön beim Fenster rauszuschauen sich zurückzulehnen und ein zweites Bier zu bestellen. Da ja das Wochenende vor der Tür stand wollten wir noch das Quartier für morgen reservieren, was nicht so einfach war, denn überall hieß es: Ausgebucht! Einzig das Rif. Mulaz hatte noch was frei, dadurch verkürzte sich unsere morgige Etappe leider enorm, anderseits nach den heutigen Anstrengungen war ein Tag zu regenerieren auch nicht schlecht. Einzige Sorge: Hoffentlich trocknen unsere Schuhe bis morgen halbwegs.

Tagendaten: 1212 Hm rauf 1201 Hm runter, Distanz: 19,5 km

The morning began with a race against the bad weather. The conditions got worse, faster as the forecast told us. When we arrived at Passo de Cirelle (2683m our highest point this day) it started raining cats and dogs directly after I shot one of the few pictures I did this day. “So keep moving and down from this mountain!” Later, on the way down when thunder and lightning came with some small Hailstones we didn´t mind sure we were wet to the skin but glad to not be up there at the pass. On our way to Passo Pellegrino we decided to continue with the second part of our planned route today without a break, because the rain got less intense. And we just wanted to get this done. We arrived in Passo Valles (Rifugio Capanna Passo Valles) early, at 13:30. Our frustration about the weather and our drenched clothes made us pretty fast. A hot shower later the world was fine again. When the heavy rain started again, our lunch got served and it was nice to just lean back and order a second beer. Cause weekend means more people we tried to make a reservation for tomorrow, that wasn´t easy everywhere they told us: Fully booked! Just the Rif. Mulaz had some beds for us. Cause of this, our saturday route would be pretty short but on the other side some time for regeneration after this exhausting day would be fine. Only sorrow: hopefully our shoes will get dry.

Daydates: 1212 meters of attitude up 1201 Hm down, Distanz: 19,5 km

 

Fortsetzung folgt…/to be continued…

 

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5 thoughts on “Alta Via Dolomites Nr.2, from highs and lows

  1. das hört sich ja ganz schön abenteuerlich an 🙂 wunderbare bilder von tag 1, obwohl ich mir schon denke, dass das mit dem eis nicht ganz ungefährlich war. zum glück ist alles gut gegangen.

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