Inerie – a Flores volcano story

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Auszug aus meinem Reisetagebuch:

7. November 2014

…auf unserer Fahrt gab es immer entweder Schreigespräche des Fahrers mit den Fahrgästen oder ohrenbetäubende Musik ala “Teletubbie – Volksmusik”, bei jedem Song mit dabei das “Einfinger – Keyboard”. Unser Fahrer hatte nur zwei CDs mit, also mussten wir seine Lieblingssongs bis zu fünfmal über uns ergehen lassen. Wie Katja bei so einem Krach schlafen konnte ist mir ein Rätsel. Weiters bot unserer Minibus so eine Art Heimbringservice an, die meisten Fahrgäste wurden direkt vor ihrer Haustüre abgesetzt. Unserere Fahrt endete an einer Kreuzung 3km außerhalb von Bajawa. Als wir einen Hotelnamen nannten wurde der Kopf geschüttelt. Ein Horde Mopedfahrer klopfte auch schon an unser Busfenster und wollte uns fahren. Es war schon dunkel die Stimmung erinnerte an einen Zombiefilm. Als wir draußen mitten im Schreiduell der Mopedfahrer standen, wurde es uns nach der nervenaufreibenden zwölf Stunden Fahrt zuviel. Wir schulterten unsere Backpacks und suchten das Weite. Beim Marsch im die Stadt ging mein Flipflop kaputt, am liebsten hätte ich ihn gleich zum Müll in den Straßengraben geworfen. Nach ca. 3km Fußmarsch waren wir dann in Bajawa. Nachdem das erste Hotel voll war haben wir im “Lukas” ein rustikales, einfaches und einigermaßen sauberes Zimmer bezogen. Nach einer akrobatischen Klettereinlage gelang es mir unser Moskitonetz zu montieren, was dringend notwendig war.

Nach dem Abendessen checkten wir uns noch einen Guide für eine Vulkanbesteigung auf den Inerie(Kosten 550.000RP). Uns kam der Startzeitpunkt 2:30 für einen Sonnenaufgangstrip zu spät vor, doch unser Nachfragen wurde mit “in 2,5 Stunden sind wir da oben abgetan”. So gegen halb zehn lagen wir im Bett und bezweifelten, dass sich das morgen Früh ausgeht. Im Lonley Planet ist von gut vier Stunden die Rede.

8. November 2014

2:00 Tagwache, alles zusammenpacken. Kurz vor saßen 3 sitzen wir auf 2 Motorrollern und fuhren zum Vulkan, unser Guide Fian hatte auch seinen Bruder mitgebracht.


Nach zwei Stunden Marschieren, als Katja ein wenig zu kämpfen hatte, meinte ich aufmunternd: “wir haben ja schon die Hälfte”. Fian lachte und verkündete, es sei noch ein schönes Stück bis zur Hälfte. Na das waren ja motivierende Worte vom Guide. Der hielt das Tempo sehr hoch und ging ständig 100 Meter vor uns, sein Bruder (laut Fian auch das erste Mal am Vulkan) tat sich sichtbar schwer den besten Weg durchs Geröll zu finden.

Der Sonnenaufgang um 5:30 war sehr schön, aber mitten am Berg. Während wir weiter gingen und der Pfad immer schlechter wurde zeigte Katja erste Ermüdungserscheinungen. Anderes als bei den ersten Stopps gabs jetzt kein “take your time” mehr sondern ein “vor 2 Tagen hat die Französin hier aufgegeben” und ein “besser wird der Weg nicht mehr”. Eine Viertelstunde anstrengenden Aufstieg später gabs noch ein “Du kannst nur bis zum ersten Top mitgehn, du steigst zu unsicher”. Schlechter wurde der Weg nicht, im Gegenteil, spätestens jetzt wurde mir klar das Fian und sein Bruder gerne früh schluß machen wollten. Katja hielt tapfer bis zum ersten (Südost) Gipfel durch, der gab den Blick auf den zweiten höheren Gipfel auf der anderen Seite des Kraters frei. Da Katja erschöpft war probierte ich nicht sie zum Aufstieg zu überreden. Fian fragte auch nicht wegen des 2. Gipfels, ich war es der nach der kurzer Pause aufstand und sagte “let´s go, on”. Den großen Rucksack ließ ich bei Katja die am Kraterrand auf uns wartete. Nachdem uns Fian die zweite Hälfte des Aufstiegs so angetrieben hatte, ging ich nun sein hohes Tempo mit. Einfach um zu zeigen das wir auch nicht “auf der Nudelsuppe daher geschwommen sind”. Fians Bruder war von der ganzen Sache wenig angetan und nach der Hälfte bekam er es mit der Angst zu tun und es ging ihm die Kraft aus. Der Weg war sehr steil und ging den Kraterrand entlang. Fian blieb weit zurück und musste seinen Bruder helfen, was ihn sichtlich verärgerte. Kurz vor dem Gipfel wartete ich dann auf die Beiden. Wieder bei mir, beeilte sich Fian um als Erster oben zu sein, kindisch. Egal. Oben am Gipfel war die Aussicht fantastisch. Auf der einen Seite der Schatten des Inerie, auf der anderen Seite der Krater unter mir. Nach dem unser Guide und sein Bruder mehr Fotos am Gipfel geschossen hatten als ich, nehme ich an es dürften nicht viele ihrer Kunden bis ganz rauf schaffen.

Der Abstieg war lange und anstrengend. Anfangs half Fian Katja, in dem er ihr bei schwierigen Stellen die Hand reichte. Nach der Geröllrutschpartie schien ihm aber alles zu langsam zu gehen. Er nahm sich die Kopfhörer seines Bruders, ging weit voraus und wartete ein paar hundert Meter weiter unten auf uns. Als Katja ziemlich am Ende ihrer Kräfte eine Pause brauchte meinte er nur “Immer diese Touristen, glauben sie können da rauf…”. Ich wollte ihm schon das Restgeld in die Hand drücken um ihn fortzuschicken, weit wars ja nicht mehr. Fian dürfte meinen Blick mitbekommen haben, denn den Rest des Weges riss er sich wieder zusammen.

Um 10:00 Uhr waren wir wieder bei unserer Unterkunft, Fian wollte uns noch einen Ausflug aufschwatzen, kostet extra, und mich einen Lacher. Auf sein zweites Angebot einer Mitfahrgelegenheit nach Moni, würden wir am Abend dann noch zurückkommen… aber das ist eine andere Geschichte.

Eine Richtung waren über tausend Höhenmeter, der Gungung Inerie ist ein fast perfekt kegelförmiger 2245m hoher inaktiver Stratovulkan.

Fotos mit Pentax Spotmatic und Super-Takumar 1:1.4 / 50mm ohne Stativ. Der Sonnenaufgang ist auf Kodak Ektar 100 und der Rest auf abgelaufenen Solution VX 200 Film aufgenommen.

***

From my travel diary:

November 7th, 2014
…on our ride there was either the bus drivers yelling with other passengers or ear-battering music like teletubbie-folksongs, every songs speciality was the, I call it, one finger keyboard player. The driver had only two cd´s so we had to listen to all his favorite song five times or more. I was wondering that Katja really got some sleep on this riot. Furthermore this ride was like a taxi, cause the most passengers got dropped off directly at their home door. For us the ride ended up in the outskirts of Bajawa. We asked for a hotel or the citycenter, via shaking his head the driver denied. A horde of moped riders were waiting for us and knocking the window, looking for business. It was already dark outside, the atmosphere was like in a zombie movie. Outside in the middle of the moped riders, after this nerve-racking twelve hour drive, it was to much. We shouldered or backpacks and went away. While marching to the town my flipflop broke. I was close to dump it to the other waste in the roadside ditch. After a 3km walk we reached Bajawa. The first guesthouse was fully booked, but we got a rustic, simple and tolerably clean room at “Lukas”. After an acrobatic climbing act I handled it to hang up our mosquito net which was really necessary.

After a meal we checked out a guide, it was 550.000rp, to lead us on the volcano Inerie. 2:30 startingtime at the guesthouse for a “sunrise on top” trip felt too late for us, to our questions we just got his insisting words that two and a half hour is enough to reach the top. About half past nine we went to bed, doubting to catch the sunrise, cause Lonley Planet says it takes about four hours up there.

November 8th, 2014
2:00, we went up early to pack our backpacks. Half past two, we went to the volcano by motorbike and our guide Fian brought his brother.


After two hours uphill when Katja really pushed herself, I told her for motivaton that we already made the it halfway up. Fian laughed and declared that it´s still a pretty distance to half. That was really motivating… . Fian kept the speed very high so he was more than hundred meters in front of us, and his brother (Fian told us that it was his first time on the volcano) struggled to find the right path through the rubble.

Sunrise 5:30, it was nice but somewhere on the hillside. As we walked up the way was getting worse and Katja got first symptoms of fatigue. Other than on our first breaks there was no more “take your time”, instead he told Katja “the french girl two days ago turned around at this point” and “the pathway up is sure not getting better”. Short after he sayed to her “you can´t go to the top, you step to unskilled”. The way was not getting worse. Far from it. Now I got it, Fian and his brother wanted to go home early. Katja was brave, she held out until the first summit (on the southeast of the crater rim). This point opens the view to the higher summit on the opposite side of the crater. Katja was tired out, so I didn´t try to convince her for the second summit. Fian didn´t say a word about the higher summit, it was me who told him “this is the summit, let´s go”. I left my big backpack on the first point where Katja decided to wait for us. Fian was going a very high tempo again, but this time I kept up. Fian´s brother was not happy about the situation and halfway up he struggled cause he was afraid and exhausted. The path was steep and followed the egde of the rim. Fian was far behind, he had to help his brother and he seemed pissed about that. Short before reaching the summit, I decided to wait for them. As they catched up, Fian hurried to get in front of me to reach the summit first, childish. Whatever. The view on top was fantastic. On one side the shadow of Inerie and to the other the crater. The guides shot more pictures on the summit than I did, so I think not many of their costumers are reaching the top.

The way down was long and exhausting. At the beginning Fian helped Katja, reaching out his hand on tricky parts. But after the rubble sliding, looked like he was not satisfied with our moderate tempo. He tooked his brothers earphones, went far ahead and waited some hundred meters downhill. When Katja was running out of power and needed a break he made this stupid comment “tourists, they always think that they can do it”. In my mind I already handed him out his money and sent him away, anyway it was nealy the end of our trek. I think Fian got my evil eye cause the rest of the way he was silent and led us down without another incident.

10:00, back at our guesthouse Fian tried to sell us a village tour, no way. For his second offer, a ride to Moni, we would contact him at the evening… but that is another story.

One direction was more than 1000m difference in altitude, Gunung Inerie is a nearly perfect cone shaped 2245m high inactiv stratovulcano.

Pictures with Pentax Spotmatic and Super-Takumar 1:1.4 / 50mm with out a tripod. The sunrise shots are on Kodak Ektar 100 and the others on expired Solution VX 200.

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