The desolation of Bromo

Scroll down for english version and picture gallery

 

Aus dem Reisetagebuch (24. Okt.)

Fortsetzung von Bromo, an unexpected journey

Was wir nicht wussten, Yoshi´s Guesthouse liegt nicht in Cemoro Lawang  sondern in einer Ortschaft weiter unterhalb, da steht im Lonley Planet leider was anderes. Also wars ein ganz schön anstrengender Fußmarsch nach Oben. Gut zum Frust abbauen. Ich glaube ich habe mich den ganzen Weg über die “Indonesische Art” beschwert. Katja hat ganz schön gekämpft, sich aber wacker geschlagen. Oben in Cemoro Lawang angelangt wollen uns alle zum Vulkan fahren… jetzt, wo der schöne Teil der Strecke anfängt… die örtlichen Fahrer verstehen natürlich nicht, das jemand gerne zu Fuß geht und denken, das sei Teil unserer Preisverhandlungstaktik.

Unten im Vulkankrater, der riesengroß ist, siehts aus wie am Mond, nur Sand und Asche. Grau in grau, sehr eindrucksvoll. In diesem Riesenkrater stehen eine Reihe Vulkankegel von denen der Gunung Bromo der aktivste ist. Schwer sich das vorzustellen, deswegen ein Link zu Google Maps.

Auf dem Weg durch die graue Wüste verschwand auch mein letztes bisschen Ärger.

Am Kraterrand gabs einen atemberaubenden Blick in das laut brodelnde und dampfende Innere des Vulkans. In die andere Richtung erstreckte sich ein bizarres Wüstenpanorama. Wir haben das ganze Szenario für fast eine Stunde genossen und waren so gut wie alleine dort oben. Erwähnenswert sind auch die Blumenstraußverkäufer (kleine Sträuße, die die Leute kaufen und in den Krater werfen). Diese durchsuchten ungeniert die Opfergaben der Besucher nach Geldscheinen und wagten sich dabei gefährlich weit ins Kraterinnere vor. Als sie alles eingesammelt hatten, haben sie uns das volle Aufsammeltascherl unter die Nase gehalten und uns forsch aufgefordert auch zu spenden… die Indonesier machen es einem schwer sie zu mögen.

Auf dem Rückweg haben wir wieder etliche Fahrer abgewimmelt und sind staubig von Kopf bis Fuß ins Yoshi´s zurückgekehrt, das war so gegen halb vier. Unser Rezeptionist meinte: “Ah, did you have a relaxing day today, you wanna go on the sunrise tour tomorrow?” (und nein der hat das nicht spaßhalber gesagt). Als wir verneinten meinte er, wir müßten noch unsere Abreise nach Bali buchen und diese jetzt gleich bezahlen.

Wir sind einfach nur erledigt von den gut 16 km bergauf und -ab und fragen daher nur nach dem Schlüssel für unser neues Zimmer. Also gehen wir hinter die Theke und suchen unser Zeug zusammen. Als ich mir den Tramper in einem Schwung neben ihm schultere meint unser “Lieblingsrezeptionist” noch “strong man”, als ich drei Meter von ihm entfernt in der schmalen Tür stecken bleibe gibs nur einen stummen Fingerzeig auf den Riegel des zweiten Türflügels am Boden. Da ich keine Hand frei habe und voll bepackt bin muss ich das halbe Zeug wieder abstellen um die Tür ganz zu öffnen… das ist Hilfsbereitschaft. Nach dem Motto wer keine Touren bei mir bucht hat ausgeschissen.

Eine ausgiebige warme Dusche und ein mäßiges Abendessen später beschlossen wir morgen den Bergen auf eigene Faust zu entfliehen.

25. Okt.

3:00 “GOOD MORNING SUNRISETOUR!” Da wir das so wie gestern einfach ignorierten wurde heut kurz darauf noch zweimal auf unsere Tür eingedroschen. Als wir um 7:00 zum Frühstück gehen, ist wieder alles ausgestorben. Als wir unseren Schlüssel dem verwirrt dreinschauenden Rezeptionisten in die Hand drücken, ruft er uns noch nach, wo wir den hin wollen und was wir den jetz machen. Wir entgegnen ihm nur “we will find our way” und schreiten mit einem dicken Grinsen im Gesicht aus der Eingangstür.

Fortsetzung folgt…

***english version***
from my travel diary (24th Oct)
sequel of Bromo, an unexpected jouney

We didn´t know that Yoshi´s guest house is not in Cemoro Lawang, it´s located one village downhill direction. The Lonley Planet didn´t told that. So it was a pretty exhausting hike up the hill. Good to calm down. I think, the whole way up I complained about the “Indonesian way”. Katja struggled a little bit, but she did a great job. In Cemoro Lawang everyone wanted to drive us to the volcano… now as the scenic part of the route began… and in indonesia they don´t understand when you tell them that you prefer to walk, they think ist a tactic to haggle the price.
In the gigantic crater it looks like on the moon, just ash and sand. Everything is grey, very impressive. In this crater there are a couple of smaller volcanos and the Gunung Bromo is the most active of them. It´s hard to imagine, so maybe it helps to have a look at Google Maps.

During our walk through the grey desert there was no more anger in my mind.

Standing on the rim of Gunung Bromo, we had a breathtaking view inside the deep hole with it´s loud bubbling and the huge column of smoke that went up. On the other direction we looked over this bizarre flat grey desert that we crossed. We stayed there for an hour just enjoing the scenery and we hardly met any people. I should also tell you about the flower sellers (they are selling little bunches for sacrificing the volcano). They are going down on the inside of the caldera looking for banknotes in the people´s sacrificial offerings. Doing this, the guys went risky close to the abyss. When they went up, they were holding their little bags full of money right in our face and asked us rude to put more money in… yes, sometimes it´s really hard to like indonesians.

On the way back it was the same game with the drivers, but we were in really good mood and liked walking our way home. We arrived at Yoshi´s at half past four covered completely with volcano dust. Our receptionist looked at us and said: “Ah, did you have a relaxing day today, you wanna go on the sunrise tour tomorrow?” (that was no joke) As we said no, he told us that we have to book our tranportation to Bali and to pay for it right now.

After more than 16 km up and down we were just exhausted and so we just asked him for the key to our new room. So we grabed our stuff behind the counter. When I put my heavy backpack on, our receptionist was standing next to me and when I was stuck in the entrance door three meters away he just signed with his finger to the bolt on the bottom of the second wing of the door… yeah man that was helpful. So I had to step back, unload the bunch of things that I was holding and open the door on my own. Looks like it´s this way: If you don´t book my tours, you´re out of favour.

A long warm shower and a moderate meal later we decided to try to leave this moutain village on our own.

25th Oct

3:00am “GOOD MORNING SUNRISETOUR!” Like yesterday we just didn´t react, but this day they came back for two more wake ups. At 7:00am when we went for breakfast the hotel was abandoned again. When we returned the key to the confused looking receptionist, he wanted to know where we are going now. But we were just responding “we will find our way” while steping out of the frontdoor with a big smile on our face.

to be continued…

Pictures shot with Fujica ST 705 with 28mm, 35mm, 50mm and 200mm Fujinon lenses

Nr. 1-10 is on Kodak Portra 400, Nr. 11-19 on  Kodak Ektar 100 and Nr. 20-21 on Porst 200 pulled to 100 Asa

Advertisements

10 thoughts on “The desolation of Bromo

    • Hab ja lange darüber nachgedacht ob ich das alles so ungeschönt bringen soll. Anderseits wars eben wies war und auch wenn wir schon so einiges mitgemacht haben auf unserer Reise, sind wir jetzt um viele Erfahrungen reicher. Aber wie du schon bemerkt hast vor Ort wars teilweise wirklich frustrierend.
      LG Peter

  1. Oh man, ein Vulkan, ihr wart tatsächlich auf einem Vulkan 🙂 Das würde ich ja auch so gerne machen, aber ich glaube nicht, dass es dieses Mal klappt. Und ob ich bei den Indonesiern so die Ruhe bzw. Kontrolle behalten könnte, wage ich mal zu bezweifeln. Die Bilder sind ganz toll, ich glaube, das ist bisher meine Lieblingsserie. Am besten gefällt mir das Bild von dem Krater, wo unten links ein einzelner Blumenstraußverkäufer (vermute ich mal) in roter Jacke herumgeklettert. Das ist wirklich toll! Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht und musste heute sehr über Deine Titelwahl schmunzeln, weil ich es neulich gar nicht geschnallt habe 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Viola

  2. Das ist auch eines meiner Lieblinge! Obwohl ich noch eines habe wo der Blumenverkäufer noch weiter unter steht. Wenn man bedenkt das der ganze Vulkankegel nur aus Asche besteht dann kannst du dir vorstellen wie leicht sinnig die Burschen da sind. Da hatte ich Gänsehaut beim abdrücken. Auf den Trilogie-titel hat mich meine Schwester gebracht, passt irgendwie.
    Lg Peter

  3. Uiuiuiui! Ein Vulkan, tatsächlich! 😉 Na bei den Bildern hat sich auf jedenfall auch die Strapaze gelohnt. Schade ist es trotzdem, dass die Einheimischen es einem so schwer zu machen scheinen.

    • Ist schon eine einzigartige Landschaft dort, und vorallem ist der Bromo sehr aktiv und das merkt man auch wenn man oben steht, ist wie eine Art rießiger Hexenkessel, 2010 war glaube ich der letzte größere Ausbruch. Lg Peter

  4. Ganz großes Reisekino. Das muß schon ein tolles Gefühl sein, wenn man da oben am Krater steht und in den Dampf schaut. Ein einmaliges Erlebnis, da hat sich die lange Wanderung wirklich gelohnt. Ich wäre auch am Fluchen gewesen, nicht nur der Vulkan, sondern auch der Tourist muß zwischendurch mal Dampf ablassen 😉 Die Bilder entschädigen für die Nerverei mit der Tourimafia. Echt cool wie ihr die habt auflaufen lassen.
    LG kiki

  5. Danke, das wars! Ja, und ich kann dir gar nicht sagen wie angenehm das war das wir fast alleine unterwegs waren dort. Was wirklich schade ist an der ganzen Leute Abzockerei ist das man leider echt mistrauisch wird mit der Zeit, und was noch schlimmer ist das wir es dann fast immer zu recht waren…
    Lg Peter

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s