Bromo, an unexpected journey

 

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Yogyakarta wird nicht meine indonesische Lieblingsstadt soviel steht fest. Da wird mit allen Mittel getrickst um ans Geld der Touristen zu kommen, meist leicht durchschaubar aber trotzdem mühsam. Eine Vulkantour auf den Merapi, der im Norden der Stadt liegt, haben wir wieder nicht gemacht. Wir waren in einem Dutzend Reisebüros und haben für ein und die selbe Tour so widersprüchliche Aussagen bekommen das uns die Lust auf den Berg vergangen ist. Leider wissen da fast alle Touranbieter nicht was sie verkaufen. Bei Nachfragen wird einem fast immer nur aus dem Folder vorgelesen, als ob man den nicht selber auch lesen könne. Ein wenig frustriert haben wir dann die Weiterreise in den Bromo-Tengger-Seremu Nationalpark gebucht. Gunung Bromo endlich ein Vulkan!

aus dem Reisetagebuch

23. Oktober

Mit dem Minibus vom Hotel abgeholt gehts Richtung Bromo, viel Verkehr, wenig gesprächiger Sitznachbar. Er kommt vermutlich aus Italien, sein Englisch ist nicht gut. Reise ohne besondere Vorkommnisse. Warum die Fahrt 15h dauert wenn in den Prospekten 12h steht … ja, typisch. Was fast schon wieder lustig war ist, Stop in Probolinggo (25km vor dem Ziel) Minibus wechseln, dann 5 min Fahrt, dann Tankstopp und gleich wieder ATM Stopp. Nach wieder 5 min Fahrt verkündet unser Fahrer: ” No Supermarket in Cemoro Lawang” und bleibt vor einem Mini-Supermarket stehen. Als wir den Fahrer darauf ansprechen das wir nicht alle um 4:00 zur Sonnenaufgangstour aufstehen, und es da ja zumindest irgendwas zum einkaufen geben wird, kommt von diesem nur ein alle fragende Gesichter beseitigendes “Nein da hat morgen ALLES zu”

Nach längerem hin und her bin ich dann auch eine kleine Runde durch das Geschäft gegangen und musste feststellen lauter Fertigsnacks zu Abzockepreisen. Ich hab dann nicht einmal eine Flasche Wasser gekauft.

Lachen musste ich dann als ich sah das der Fahrer mit einem Prall gefüllten Sackerl zu uns vorne einstieg und meinte “for my children”. Tja, nach dem Motto bring mir Touris dann gibts was gratis. Der ganze Bus musste dann beim Haus (das übrigens sehr schön war, Touristen bringen Reichtum) warten, bis der Fahrer seine Frau zum Tor gehupt und er ihr das Sackerl überreicht hatte.

Im Yoshi´s Guesthouse angekommen werden wir wie schon beim Umsteigen wieder 2 mal gefragt ob wir nicht doch aufzahlen und die Sonnenaufgangs Tour mitmachen wollen, nein wollen wir nicht. Als man uns den Schlüssel aushändigt sagt man uns das wir um 3:00 geweckt werden. ” Nein bitte nicht wecken” “Keine Sonnenaufgangstour”… “O.K.”

… man kann sich schon denken was am nächsten morgen passieren wird.

24. Oktober

3:00 “GOOD MORNING SUNRISE TOUR!” Gnadenlos wird an jede Tür gehämmert, auch an unsere. Als wir ein paar Stunden später aufstehen ist alles menschenleer, auch Strom und das Wasser im Zimmer gabs nicht mehr. Die einzigen Gäste die wir im Hotel antreffen sind ein paar alte grießgrämige Holländer die mit ihren privaten Guides in einer Ecke sitzen.

Nach dem Frühstück, das wie erwartet sehr wenig war, haben wir gleich noch eine “Hauptspeise” (vom Preis ja, von der Menge nein) verputzt. Danach gings zur Rezeption zum Zimmer verlängen und Reiseverbindungen nach Bali abchecken. Zu unserem Ärgernis meinte der Rezeptionist unser jetziges Zimmer kostet weil private bathroom 420.000 Rupien … , bah wenn man bedenkt das wir für die 15h Fahrt+Nächtigung 280.000 bezahlt haben… . Nachdem wir unser Missfallen gezeigt haben, gab es dann doch was um 215.000 mit pubilc bathroom. Der Haken an der Sache: Wir können es erst am Nachmittag beziehen, warum auch immer… also ganze Zeug aus dem Zimmer geholt und hinter der Rezeption deponiert.

Als wir dann abmarschbereit noch kurz wegen Weiterfahrt nach Bali nachfragen, ist der Herr an der Rezeption von unserer Routenplanung in den Norden Balis gar nicht angetan, will er uns doch eine Busfahrt plus Fähre in den Süden Balis verkaufen. Unser Argument das es in den Norden ja eine um viele Stunden kürzere Route wäre lässt er nicht gelten. Als seine Routenvorschläge immer abstruser werden, sagen wir ihm freundlich das wir nochmal darüber nachdenken (denken uns “geh sch…”) und beginnen ein wenig missmutig unsere Wandertour. Einen der Guides, der uns umbedingt fahren will wimmeln wir mit einem”WE WALK!” ab und lassen ihn verwundert zurück.

Fortsetztung folgt…

***english version***

Yogyakarta is not be my favorit town in Indonesia. To much scams and hasslers, most of them easy to avoid but exhausing. And again we didn´t book a volcano tour (the Gunung Merapi is next to the city). We went in a dozen of agencys and they all were telling us completely different basic dates for the same tour. It´s a pity but all these agencys don´t know what they are selling. And if you ask them something they just start to read the tourflyer… “it´s fine I can read”. So we booked, a little bit dissatisfied, our ride to the Bromo-Tengger-Seremu nationalpark. Volcano we are coming!

From my travel dairy

23rd October

We got picked up from a tourist-minibus next to hotel, lot of traffic and a not very communicative neighbor. He was from Italy, his english was bad. No special incidents. The hole ride didn´t take 12 hours like they told us, it took 15 hours, but that´s common here. Kind of funny was that after we stopped for changing the minibus (just 25km more to go) we had several stops: for refueling, at an ATM and at a minimarket. There the driver told us “There is no shop in Cemoro Lawang”. We responded “It´s a village, there must be something”. The driver looked at us and just said “No, everything is CLOSED tomorrow” to dispel all doubts.

I was not sure so I decided to have a look. I noticed that the whole minimarket was full of expensive junk snacks for tourists, so I didn´t even buy a bottle of water there.

I laughed loud when the driver jumped in the car with a huge bag. He told us with a big smile in his face “for my children”. The motto here is, bring tourists and yours is for free. After that the whole bus had to wait at the drivers house (it was a really nice and big, tourists bring money) until he honked out his wife to give her the bag.

Arrived at the Yoshi´s guest house they asked us again to book the sunrisetour (as they did when we changed the bus), “NO, thx”. They handed us the roomkeys with the words “we wake you up at 3:00am”. “No please, don´t  wake us up, we are not on the sunrisetour”… “OK, no wake up”

…you can imagine, what happened in the morning.

24th October

3:00 “GOOD MORNING SUNRISETOUR !” There was no mercy, they were hammering on every door. When we got up hours later the hotel looked like abandoned. Also the water and the electricity in our room was not working anymore. The only other guests we met in the hotel were some old grumpy dutch guys hanging around with there private guides.

As we expected the breakfast was very small so we also ordered a “main dish” (at least the price and the menu said so…). After breakfast we went to the reception to extend our stay and ask for a ride to Bali for tomorrow. The next annoyance was the the receptionist told us that the room is 420.000rp per night cause of the private bathroom (with cold shower)… what!? We payed 280.000rp for the whole 15h busride plus this room. After we showed our bad mood about this, there was a room avaliable for 215.000 with public bathroom. But the catch was, its not possible to check in till afternoon, for whatever reason… so we went back to our room, grabbed all our stuff and placed it behind the reception.

Ready to go we just asked the receptionist about the option for getting a ride to the north of Bali for tomorrow. Well, he didn´t hide that he was not very happy with our route to the north, cause he wanted to sell us another tourpackage to the south. As his route options went more and more strange, we were just telling him very friendly that we will think about it (and thought, “go f**k yourself”). Out of the reception there was a guide that pushed us hard to drive with him to the volcano but we just said “WE WALK”, turned around and went away.

to be continued…

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8 thoughts on “Bromo, an unexpected journey

    • Hab mir gedacht ich lass mal, in mein kleines oranges Buch blicken. Ist in Indonesien nicht nur voll geworden sondern da musste ich noch hinten einige seiten einlegen… wie du vielleicht erahnt hast wirds ein kleiner Dreiteiler 😉
      lg peter

  1. Oh Mann, die legen sich ja richtig in’s Zeug. Ich vermute, man hat nur wenig Chancen dieser Touristenmafia aus dem Weg zu gehen, aber das ständige Abwehren von irgendwelchen “tollen” Angeboten kann auf Dauer schon etwas zermürbend sein. Bin sehr gespannt auf die Fortsetzung
    LG kiki

    • Ja, das ist kein einfaches Pflaster für individual Reisende. Da wird man als Freiwild gesehen, denn von den vielen die auf komplett durch organisierten Touren unterwegs sind haben die Leute vor Ort meist nicht viel, und da gibts dann noch diese Kartelle… aber dazu erst im dritten Teil 😉
      Lg Peter

  2. puh, deine erzählungen machen echt keine besondere lust auf indonesien… die freundin des besten freundes von meinem freund (klingt komplizierter als es ist ^.^) ist grade unterwegs nach bali, ich bin gespannt, was sie zu berichten hat…

  3. Hey, also da muß ich die Balinesen ja fast in Schutz nehmen, wir waren zwar nicht lange in dort, aber in Bali haben wir solche Erfahrungen nicht gemacht. Es war interessant, je weiter man sich von den Haupttouristenzielen entfernte, desdo schwieriger wurde es meist.
    Lg Peter

  4. Ja… gegen Laos oder Kambotscha (wo ich ja vor zwei Jahren gewesen bin) ist Indonesien, Bali will ich da mal ausnehmen, schon eine anderes Kaliber… hab immer mit meiner Schwester gescherzt das wir eben Rucksackreisen für Fortgeschrittene machen 😉

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