Gemischtes…

Das letzte Wochenende habe ich ja hinter meinem Edelstoffverkaufsstand verbracht.

Ich muß mir eingestehen, das die Mehrheit der Marktbesucher mit Begriffen wie Silbergelantineprint oder “handmade photography” nicht viel anzufangen wußte. Somit war den meisten auch nicht klar, das ich angefangen vom Plattenzuschnitt, über Abzüge und Aufkaschieren bis hin zur Verpackung alles selber von Hand gefertigt habe.

Ein Herr meinte zu mir : Ich maile ihnen meine Fotos kaschieren sie die bitte auch so schön auf, sie machen das doch oder?

Mit dem Preis von 45 Euro für 15,5×23,5cm bzw 17,2×17,2cm auf Birkensperrholz und 90 Euro für die Getonten im “hand geageden” Rahmen wollte ich bei der Preisgestaltung moderat bleiben. Bezogen auf den Arbeitsaufwand bin ich da preislich sowieso schon an meiner Schmerzgrenze angelangt.

Vielleicht ist man für manche auch nicht glaubwürdig wenn man Unikate um 90 Euro anpreist. Vielleicht muß man da deutlich mehr verlangen, so komisch das auch klingt.

PICT3192

Schön in Cellophan verpackt, damit ja nix passiert.

…eine Freundin hat gemeint, meine Aufkaschierten (die hab ich extra noch Nächtens vorher zum Schutz fein säuberlich in Cellophan eingepackt) haben einen zu mackellosen Eindruck gemacht um klar als handmade erkennbar zu sein.

Die Gerahmten waren mit null Verkäufe meine absoluten Ladenhüter und von den verkauften Aufkaschierten ging der Löwenanteil an meinen Freundeskreis, denke auch weil die wissen wieviel Herzblut ich die letzten 2 Monate in das ganze Projekt hineingesteckt habe.

Neben interessanten Gesprächen, viel analoger Aufklärungsarbeit und kleine “Vorträge” übers tonen meinerseits  gabs auch die eine oder andere Anfrage warum man sich das ganze Analoge in der heutigen Zeit noch antut. Darauf kann ich nur antworten:” Weil es Spaß macht!” Auch wenn das fette Minus in der Abrechnung des ganzen Abenteuers schon recht frustriert.

Tja, so hat es sich wiedermal bewahrheitet, man verkauft nicht besser durch einen günstigeren Preis. Diese Erfahrung ist ja auch einiges Wert.

Danke nochmal an alle die mich auf meinem Stand besucht haben. Danke an alle die jetzt ein Stück Fotohandwerk zuhause hängen haben. Danke natürlich an meine Schwester die mir am Edelstoff eine große Hilfe war.

 

Achja… wenn ihr noch keine “see the World in a new light” Karte habt und in Wien zuhause seid, dann haltet die nächsten Wochen die Augen offen 😉 .OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

 

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8 thoughts on “Gemischtes…

  1. chapeau!
    peda, du verdienst respekt für das vorhaben, d.h. die gesamtheit der durchführung dieses vorhabens, die deinem “normalen” hobby die krone aufgesetzt hat. dorthin, wo du (im übertragenen sinne) am letzten we warst, kommen nicht mehr viele, die fotografieren (mit allem, was dazu gehört) als hobby bezeichnen, hin. p.s.: die tür vom kloster in coruna passt perfekt ins wohnzimmer. p.p.s.: und des näxte mal fotografierst an rennradlfoahra!!! 😉

    • Danke!
      Klar könnt ich auch sagen dabei sein ist alles, aber ich denke dafür bin ich zu ehrgeizig…
      und so wie du warscheinlich nach einem Rennen des nicht ganz stimmig verlaufen ist, herum analysierst mach ich das auch.
      Es hat auch richtig Spaß gemacht sich zu präsentieren, ein kleiner bitterer Nachgeschmack bleibt trotzdem. Anderseits wieder eine Erfahrung reicher…
      p.s.:des freut mich, THX!
      p.p.s.: ich weiß auch auch schon welchen!!! 😉

  2. Das tut mir leid. Schade, dass es nicht so gut gelaufen ist. Den bitteren Beigeschmack kann ich mir sehr gut vorstellen, würde mich exakt genauso fühlen. Wenn ich Kunstmärkte besuche, treffe ich immer wieder auf Stände an denen die Leute max. kurz stehen bleiben, um dann ohne etwas in der Hand weiterzulaufen. Einen Dialog mit dem Künstler/Verkäufer zu führen ist schon ein gutes Zeichen! Schwierig und hart auf diese Weise positive Erfahrungen zu sammeln. Überraschend aber, dass so wenige über Analogfotografie Bescheid wissen und irgendwie schockierend zugleich. Ich höre ständig wie Analog wieder im Kommen ist und freu mich darüber, wie das Handwerk “in” wird und wie diese Dinge wieder geschätzt werden, aber vielleicht ist es generations- und ortsbedingt. Trotzdem, toll, dass du diesen Schritt gemacht hast! Die Erfahrung nimmt dir keiner.
    LG, Anette

  3. Naja, zumindest hab ich jetzt ein basic Warensortiment zuhause. Ist nie schlecht.
    In nachhinein hab ich mir gedacht hätte ich als Blickfang eine meiner SLR-Kameras auf dem Stand präsentiern sollen, damit die Leute auch im vorbeigehen sehen hier ist analoges am Werk. Fürs nächstemal dann. Bereuen tu ichs sicher nicht. Wie du sagst die Erfahrung alleine wars schon wert.
    Lg Peter

  4. Hm, ich dachte, dass es gerade bei dieser Messe eben um hochwertige handgemachte Sachen geht, daher wundert mich die Unkenntnis bzw. das Unverständnis schon ein wenig. Schade, dass Du nicht mehr dort verkaufen konntest, vor allem von den gerahmten Bilder, die ich persönlich schöner finde. Was Aufkaschieren genau ist, musste ich auch erstmal nachlesen 🙂 Aber es ist auch schön zu hören, das es trotzdem eine gute Erfahrung mit netten Begegnungen war und wie Du schon sagtest, ein Warensortiment zu hause zu haben ist auch nicht verkehrt. Man muss es nur zu nutzen wissen und es gibt heutzutage ja viele Möglichkeiten, eigene Kreationen online zu verkaufen. Vielleicht ist es sogar einfacher, weil die Leute dort vielleicht länger verweilen und ggf. auch noch einmal wiederkommen können, wenn sie unschlüssig sind. Ganz egal wie es weitergeht, ich drück Dir die Daumen.

    Liebe Grüße,
    Viola

    PS: Nur schon mal kurz zur Info am Rande, ich komme heute in einer Woche für 2 Tage nach Wien. Melde mich noch mal sobald ich etwas mehr über die Planung weiß.

    • Hi
      Ja handgemachte Fotoabzüge ist eben doch nicht (mehr) so geläufig bei den Leuten wie ich dachte, ich glaube manche konnten sich auch gar nix drunter vorstellen…
      aber egal…
      Schreib mir eine Mail (peter.stadler@chello.at) wennst deine Pläne geschmiedet hast 😉 , fr und sa trifft sich bei auch ganz gut, da geht sich sicher was aus…Cyou Peter

  5. Hallo Peter,
    schade dass das nicht den gewünschtenverdienten Erfolg gebracht hat. Auf jeden Fall finde ich dass die Fotos zu günstig sind für die gebotene Qualität und dass man nie unter Wert verkaufen darf.
    Ich habe auch irgendwo mal gelesen dass der deutschsprachige Raum nicht der Richtige sei um Prints zu verkaufen. Das funktioniert anscheinend besser wenn man eine Webseite auf Englisch hat und online verkauft. Ob das tatsächlich so ist müsste man ausprobieren um es zu wissen. Vielleicht recherchierst Du ja mal in die Richtung.
    VG, Gilles

    • Danke für den Tipp, werd das ganze mal ruhig angehen. Viel Fotografieren und und überlegen welche der vielen Ideen und Projekten in meinem Kopf ich als nächstes weiterentwickle.
      Einen Webshop hätt ich auch gerne aber das steht im Moment nicht ganz oben auf der Liste.
      Lg Peter

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