See aus Sand

Als ich im Frühjahr ein paar Tage in Phnom Penh verbrachte ist mir ein Riesengroßes Werbelogo mitten auf der Touristenlandkarte aufgefallen.

Komisch.

So als würde auf der Wienkarte der halbe 2. Bezirk fehlen. Ich bin dort hingegangen und stand vor einer Sandwüste mitten in Phnom penh.

Bei meiner Wüstenumrundung bin ich mit den Bewohnern der angrenzenden Gleisanlagen ins Gespräch gekommen.

Ni, der Nachtclub Tuktukfahrer, erzählte mir von Vertreibungen und das weil die Eisenbahn bald wieder eröffnet wird  auch sie weg müssen.

Zuhause habe ich dann ein wenig recherchiert.

Diese Wüste war einmal ein See. In den meisten Reiseführern und Touristenplänen ist er noch als Boeung Kak Lake verzeichtnet. Der wurde mit Sand vollgepumpt bis er trocken war.

4000 Familien wurden vertrieben. Und das Bauland, das im Herzen von Phom Penh liegt, ist für 99Jahre an eine dem Primierminister Hun sen nahe Immobilienfirma vermietet.

Dort werden nun Bürohochhäuser und Luxusappartments gebaut.

Für alle die mehr über das Verschwinden des Boeung Kak lake wissen wollen:

http://www.economist.com/blogs/banyan/2012/06/justice-cambodia

http://www.guardian.co.uk/global-development/2011/aug/10/world-bank-suspends-cambodia-lending

Der WordPressblog der kambodschanischen Aktivisten

http://saveboeungkak.wordpress.com/

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